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30.05.2005
Storchenpaar brütet 13 Golfbälle aus

Im schleswig-holsteinischem Krogaspe hat ein Storchenpaar auf ganz ungewöhnliche Weise seine Liebe zum Golfsport demonstriert. Statt einen alten Schornstein oder einen Baum für den Nestbau zu nutzen, baute es sein Nest auf dem Fairway und sammelte eifrig 13 "Golfeier" ein.
Der Naturschutzbund sprach von einer biologischen Sensation. Normalerweise sind Störche keine Bodenbrüter. Zwischen 1894 und 1997 hätte bundesweit nur 16 Storchenpaare versucht, ihr Gelege auf dem Boden auszubrüten.
Die Golfer hatten mehrmals vergeblich versucht, die Störche zum Umzug zu bewegen. Experten vom Wildpark Eekholt hatten nach den Worten von Parker dazu geraten, die Nester zu zerstören - trotzdem kamen die Vögel immer wieder zurück. Nun zogen die Sportler einen kleinen Zaun und erhöhten das Nest zumindest mit einem Holzkasten ein wenig, um die Tiere vor herumfliegenden Bällen zu schützen.
Dass die Golfbälle nur halb so groß sind wie Storcheneier, scheint die beiden nicht zu irritieren, mitunter bebrüten Störche sogar zwei Monate lang ein abgestorbenes Gelege. Storchenexperte Udo Rzymianowicz vom Naturschutzbund (Nabu) sagte, die Störche hätten wahrscheinlich im Streit mit Artgenossen ihr Nest verloren und suchten nun Ersatz für ihre Brut.


04.04.2005
"The Inner Game of Golf" auf Deutsch erschienen

Nach mehr als einem Viertel Jahrhundert liegt jetzt endlich die deutsche Übersetzung eines echten Klassikers vor. Tim Gallweys Buch „The Inner Game of Golf“ erschien in den USA und Kanada erstmals 1979 und in seiner überarbeiteten Form 1998. Es wurde auf Anhieb ein Erfolg — und doch all die Jahre nicht ins Deutsche übersetzt.
Das ist erstaunlich und wiederum doch nicht. Denn dieses Golfbuch ist kein typisches Anleitungsbuch. Es fordert auf, seinen eigenen Weg zu gehen, sein eigenes Spiel zu entwickeln. Das ist etwas, das wir vielleicht nicht immer gewohnt sind oder uns einfach nicht zugestehen.
Der Inner Game Ansatz dagegen ermutigt Sie, eigene Erfahrungen zu sammeln, aus ihnen zu lernen und darauf zu vertrauen, dass Sie aus ihnen Nutzen ziehen werden.

Website: http://www.innergamegolf-buch.de




Tiger Woods verpasst den Cut! Die Serie des Tigers von 142 geschafften Cuts ist gerissen Am vergangenen Freitag hat sich bei der EDS Byron Nelson Championship auf dem Cottonwood Valley Course von Irving, einem Vorort der Texas-Metropole Dallas, Unfassbares zugetragen.

Um 3:51 Uhr (Ortszeit) lochte Tiger Woods aus etwa viereinhalb Metern einen Par-Putt nicht und verpasste so nach 142 gemachten Cuts in Serie zum ersten Mal wieder die Qualifikation für die beiden Schlussrunden eines Profigolfturniers.

Und es war mehr als eine Fußnote, dass dieser unglaublichen Bestmarke ausgerechnet bei jenem Turnier jegliche Chance auf Fortschreibung genommen wurde, dessen inzwischen 93-jähriger Namensgeber mit 113 Cuts in Serie den Vorgängerrekord gehalten hatte.

Am Ende fehlte Woods in Texas zum Weiterspielen ein Schlag. In der Profikarriere des größten aktiven Golfers der Welt war es überhaupt erst das dritte Mal, dass er einen Cut nicht überstanden hatte.

Wäre Woods die brasilianische Fußballnationalmannschaft, wahrscheinlich hätten sich in Rio wieder zig Leute aus den Fenstern hinab und in den Freitod gestürzt, aber auch in seinem Heimatland hat das Ende dieses unglaublichen Woods-Weltrekord nur wenige unberührt gelassen.

"Wir wussten, es würde eines Tages passieren", begann etwa der in seinen Worten sichtlich um Sinn ringende Sports-Illustrated-Kolumnist Mike McAllister seinen Beitrag zum nationalen Golfdrama und schoss sich bei der eher hilflosen Suche nach Gründen wieder einmal auf die boulevardeske aller möglichen Lösungen ein: "Will seine Frau am Wochenende etwa den Rasen gemäht haben?"

McAllisters Kollege Matthew Rudy vom Magazin "Golf Digest" wollte das Woods-Malheur gar nicht erst in Verbindung bringen mit ehelichen Ursachen oder einer Debatte über die möglicherweise dann doch noch nicht ganz so vollkommene Schwungumstellung des Weltranglistenersten.

Rudy forderte schlicht, dem "Jungen" eine Auszeit zu geben: "Er hat es sich einfach verdient, mal einen Mulligan zu nehmen."

Neben aller Häme und allen Mitgefühls wurde in den USA natürlich auch wieder das Statistische bemüht.

Sieben Jahre hatte Woods für seinen Rekord benötigt - also wurde geschlussfolgert, dass der aktuell in der Abteilung "gemachte Cuts" mit 20 führende Ernie Els Tigers Bestmarke brechen könnte, irgendwann im Laufe des Jahres 2012; wobei die US-Kollegen natürlich unterschlugen, dass Els im Laufe einer Saison mindestens zehn Turniere mehr als Woods absolviert.

Aber keine Sorge, liebe Woodsianer, aller anzunehmenden Wahrscheinlichkeit nach wird auch in vier Jahren der Rekord von Tiger noch Bestand haben.

Freund dieser Meinung oder Hoffnung scheint nicht zuletzt auch Bernhard Langer zu sein, der in Irving 40. wurde, den Cut im Gegensatz zu Woods folglich machte: "So lange ohne einen verpassten Cut zu bleiben, das ist etwas ganz Besonderes."

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