Technik // Golfschwung

Golfschwung


Golfschule Fleesensee

Ein Golfschlag ist das Spielen eines Balles mit einem Schläger beim Golf.

Laut Regelwerk zählt jede Vorwärtsbewegung des Schlägers in der Absicht den Ball zu treffen als Golfschlag. Man kann also den Ball verfehlen und trotzdem einen Golfschlag ausgeführt haben oder man kann den Ball treffen ohne einen Golfschlag ausgeführt zu haben.

Die Bewegung des Spielers beim Golfschlag gilt als eine der kompliziertesten im Sport und wird Golfschwung genannt. Bei einem vollen Schwung werden 124 Muskeln beansprucht.


Schlagarten

Abschlag („Drive“): der Schlag vom Tee, meist mit einem Driver (Holz 1) gespielt; Experten erzielen dabei teilweise Weiten von mehr als 300 m.

Fairway-Schlag: der typische Golfschlag vom gemähten Rasen.

Pitch: ein hoher Annäherungsschlag zum Grün (aus etwa 20 - 100 m), gespielt mit einem kurzen Eisenschläger (Wedge).

Lob: ein kurzer Schlag mit extrem steiler Flugkurve. Der Ball soll nach der Landung sofort liegen bleiben, anstatt wie beim Pitch noch ein wenig zu rollen. Chip: ein kurzer, flacher Annäherungsschlag auf das Grün. Der Ball soll hierbei noch Richtung Fahne rollen.

Putt: ein Schlag mit dem Putter auf dem Grün, bei welchem der Ball nicht fliegt, sondern nur rollt (idealerweise direkt ins Loch). Bunkerschlag: der Schlag des Balles aus dem Sand, meist mit einem Spezialschläger (Sand Wedge) gespielt.

Flugbahnen
Je nach Flugbahn des Balls wird noch nach verschiedenen Varianten unterschieden (für Rechtshänder - bei linkshändig spielenden Golfern ist jeweils rechts und links zu vertauschen):

Der normale Schlag mit gerader Flugbahn.

Draw: ein Golfschlag, bei dem der Ball nicht auf einer geraden Linie zum Ziel fliegt, sondern rechts von dieser Linie startet und nach einer sanften Linkskurve im Ziel landet. Der Draw kann genutzt werden, um die Flugbahn den örtlichen Gegebenheiten anzupassen - z. B. nach links abknickendes Fairway - und hat außerdem den Vorteil, dass seine Schlaglänge bei gleicher Startgeschwindigkeit ca. 10% weiter ist als die eines gerade geschlagenen Balls.

Fade: wie der Draw, aber von links nach rechts.

Slice: Schlag der gerade startet und dann eine (zumeist) ungewollte Rechtskurve macht.

Hook: wie Slice, nur mit Linkskurve.

Push: gerader Schlag, startet aber rechts von der Ziellinie und landet dementsprechend auch rechts vom Ziel.

Pull: wie Push, nur nach links.

Push-Slice: Schlag, der rechts von der Ziellinie startet und während des Fluges noch weiter nach rechts abdreht.

Push-Hook: Schlag, der rechts von der Ziellinie startet und während des Fluges nach links abdreht.

Pull-Hook: Schlag, der links von der Ziellinie startet und während des Fluges noch weiter nach links abdreht. Eine extreme Version des Pull-Hook ist der Snap Hook, bei dem der Ball noch stärker nach links abdreht und zusätzlich noch sehr flach fliegt. Dies liegt an einer Schlagfläche, die aufgrund starken Überrollens der Handgelenke (snap) so stark geschlossen ist, dass sie praktisch keinen Loft mehr aufweist.

Pull-Slice: Schlag, der links von der Ziellinie startet und während des Fluges nach rechts abdreht.


Fehlschläge aufgrund falschem Ballkontakt
Socket: mißlungener Schlag, bei welchem der Ball mit der Ferse des Schlägers getroffen wird. Der Ball fliegt bei einem Socket mit dem Eisen fast rechtwinklig und flach nach rechts und bei einem Socket mit dem Holz entsprechend nach links.

Luftschlag: der Ball wird gänzlich verfehlt, er bleibt an derselben Stelle liegen, aber laut Golfregeln zählt bereits die Absicht den Ball zu treffen als Schlag.

dünn getroffener Ball: ein „zu hoch“ (in der Nähe des Äquators) getroffener Ball, die Flugbahn ist flacher als gewöhnlich. Die Steigerung ist getoppt, wo man den Ball nur mit der Vorderkante der Schlagfläche trifft. Die Flugbahn ist dann extrem flach nach vorne oder bei einem Treffer in der Nähe des Pols sogar nach unten und dann vom Boden abprallend. Bei kurzen Schlägen, wie etwa dem Pitch, ist die Auswirkung meist besonders drastisch, da ein solcher Ball dann wesentlich weiter fliegt und rollt als beabsichtigt. Bei einem solchen Schlag besteht außerdem ein erhöhtes Risiko, dass der Ball anschließend unbrauchbar ist, da er eben mit der Schlägerkante und nicht mit der Schlagfläche getroffen wird.

fett getroffener Ball: der Schläger hackt vor dem Ball in den Boden und wird dadurch abgebremst, so dass der Schlag deutlich zu kurz bleibt.


Rekorde und Kurioses
Den ersten Golfschlag auf dem Mond spielte Alan Shepard (Apollo 14, 1971). Durch den Astronautenanzug behindert konnte er nur einhändig schlagen, im zweiten Versuch gelang ihm immerhin ein Schlag über etwa 350 m (mit Eisen 6).

Den längsten Golfschlag (laut Guinness-Buch) erzielte Kelly Murray 1990: Der Ball flog (und rollte) 684,8 yards (ca. 610 m) über eine Flughafen-Landebahn.

Den längsten Abschlag in einem Turnier auf einem Golfplatz erzielte Mike Austin mit 515 yards.


Weitere Golfschulen

"Golfprofessor" Uli Grünewald - http://www.golfprofessor.de

Daryl Franck Golf Academy - http://www.golferlebnis.com

Golfakademie GmbH & Co. KG - http://www.golfakademie-gmbh.de

Stuart Allan - http://www.stuartallan.de

Easy Golf Igel-Gesa Müller - http://www.easy-golf.de


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